Chidi Kwubiri

Chidi Kwubiri wurde 1966 in Nigeria geboren und lebte und arbeitete zunächst dort als freischaffender Künstler.
Anfang der 90er Jahre kam er nach Deutschland, um an der Kunstakademie Düsseldorf bei Michael Buthe (†) und später bei A.R. Penck zu studieren,
als dessen Meisterschüler er die international renommierte Akademie verlassen hat.
Schon während des Studiums wurde Chidi Kwubiri mehrfach ausgezeichnet und erhielt mehrere Kunstförderpreise.

In den Folgejahren war er bereits mit zahlreichen gelungenen Einzelausstellungen und interessanten Gruppenprojekten in vielen Ländern Europas, Afrikas und den USA unterwegs.

Seine Arbeiten finden sich weltweit in den Sammlungen hoheitlicher sowie freiwirtschaftlicher Organisationen und wichtiger Kunstsammler.

Seit 2005 unterstützt er in Kooperation mit dem Goethe-Institut die Förderung des nigerianischen Künstler-Nachwuchses und betreute mehrere Jahre als Mentor Stipendiaten des Goethe-Instituts, die an der Kunstakademie Düsseldorf ein Aufbaustudium (Masters-Degree) absolvieren.

Bereits seit 2000 lebt und arbeitet Chidi Kwubiri in Pulheim bei Köln und engagiert sich zwischen seinen internationalen Ausstellungen immer wieder auch in Kunst- und Kulturprojekten der Region, um den Austausch zwischen Kunst- und Musikszene, Wirtschaft und der interessierten Bürgerschaft zu fördern oder humanitäre Projekte zu unterstützen.

So engagiert er sich seit 2008 als Initiator des Projektes „whip not child“ zusammen mit weiteren renommierten Künstlern und Musikern gegen körperlichen Züchtigung an nigerianischen Schulen – ein Projekt, welches u.a. durch die Stadt Köln, die GIZ (ehemals GTZ), Eschborn, das Goethe-Institut Lagos und das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), Stuttgart, unterstützt wurde.

 

Seit Sommer 2006 hat er sein Atelier im Walzwerk in Pulheim, einem konvertierten Fabrikgelände aus der Gründerzeit,welches sich als überregional relevantes Forum für kreative Kleinunternehmen, Kunst, Kultur und Erlebnisgastronomie etabliert hat.

In seinen Werken sind die Einflüsse der ver-
schiedenen, sein Selbstverständnis als Künstler bestimmenden Kulturen zu erkennen.

Während seiner häufigen Reisen in seine Heimat Nigeria nimmt er intensiv Teil an den Traditionen seines Volkes und am Leben in seinem Dorf wie auch in der sprudelnden Mega-City Lagos und erhält dadurch immer wieder neue Impulse und Inspirationen für seine Arbeit.

Oft bannt er mit mysteriösen, scheinbar im Bild schwebenden Symbolfolgen von Strichen und Kringeln die rituellen und zugleich im täglichen Treiben allgegenwärtigen Trommelklänge und Rhythmen seiner afrikanischen Erlebniswelt auf die Leinwand.

Aber schon früh lösten sich seine Arbeiten stilistisch wie inhaltlich von der traditionellen afrikanischen Kunstform und entwickelten ihre ganz eigene zeitgenössische grenzenlose Sprache.

Charakteristisch für Chidi Kwubiris Werke ist die Intensität der Farben. Mal großflächig in nahezu unvermischten Grundfarben aufgebracht, mal in aufwendiger Dripping- und Spachteltechnik ineinander verwischt, stehen die Farben in einem scheinbaren Widerspruch zu den gelegentlich statisch anmutenden Figuren.

Das Spannungsfeld der Gegensätze als tragendes Prinzip seiner Arbeit ist es, was die Bilder von
Chidi Kwubiri so magisch wirken lässt.

Sie vereinbaren zugleich Dynamik und Ruhe, Kraft und Milde, Reales und Irreales. Seine Arbeiten entstehen als eine faszinierende Synthese von Präzision und Impulsivität.

CasaCMS
falterdesign
CasaCMS
Agenturhütte